Umweltgerechte Mobilität

Braunschweig ist im Jahre 2035+ zu einer Stadt geworden, in der Mobilitätsräume auch bunte und grüne Aufenthaltsräume sind. Es sind Räume der Vielfalt, des Zusammenkommens, der Erholung und zugleich der Fortbewegung und Dynamik. Klimaneutralität hat in der Verkehrsplanung und im Mobilitätsverhalten eine bedeutende Rolle eingenommen.

Die Innenstadt ist im Jahre 2035+ in großen Teilen autofrei. Die ehemaligen unwirklichen und verkehrsumtosten Räume sind zu grünen Aufenthalts- und an manchen Stellen sogar zu ruhigen Erholungsräumen geworden. Die Stadtmitte gehört jetzt wieder den Braunschweiger*innen und ihren Besucher*innen.  Das motorisierte Stadtbild ist nur noch von wenigen PKWs mit neuen, alternativen Antriebsarten geprägt. Die Fortbewegung mit dem PKW, aber auch mit dem Bus ist nun merklich leiser, so ist das Vogelgezwitscher nun ein stetiger Begleiter auf dem Weg durch Braunschweig. Jeder Parkplatz in Braunschweig hat mittlerweile eine induktive Lademöglichkeit für Elektromobilität.

Parkende Autos? Oder ein LKW auf dem Fuß- oder Radweg? Das war gestern. Der ruhende Kfz-Verkehr ist in Braunschweig gänzlich neu organisiert. Die meisten Menschen nutzen die stadtweiten Sharing-Angebote, dadurch sind ehemalige Parkplätze Straßencafés, Pocket Parks oder Spielplätzen gewichen. Das private Parken ist deshalb etwas teurer und weniger verfügbar geworden.

Die Hauptverkehrsachsen sind zu grünen Boulevards mit hoher Aufenthaltsqualität geworden. Sie sind Mittelpunkt der Fortbewegung aber auch des gesellschaftlichen Lebens. Der Straßenraum wurde neu gedacht, wodurch vor allem der motorisierte Verkehr zugunsten einer lebenswerten Stadt und alternativen Mobilitätsangeboten an Platz eingebüßt hat. Die Sommer in Braunschweig sind im Jahre 2035+ deutlich heißer und die Regenfälle heftiger geworden. Deshalb erfüllen die Mobilitätsräume ganz neue Ansprüche, sind nicht nur Fortbewegungs- und Aufenthaltsraum, sondern auch Frischluftschneise, Entwässerungsrinne und Wasserspeicher.

Die Stadt ist zu einem Labor für Realexperimente geworden. Es wird nicht lang gefackelt, sondern interessante Ansätze und Konzepte direkt in vorgesehenen öffentlichen Versuchsräumen erprobt. Dadurch sind neue autofreie Quartiere entstanden und durch veränderte Straßenführungen sind ehemalige Kreuzungsbereiche zu neuen Stadtteilplätzen und gemeinschaftlichen genutzten Gärten geworden – da bekommt die Spielstraße eine ganz neue Bedeutung. Dadurch ist auch die Akzeptanz von Veränderung gestiegen – Bürger*innen treiben die Mobilitätswende aktiv voran, beteiligen sich bei jedem Verkehrsversuch und bringen eigene Ideen mit ein.

Braunschweig ist im Jahre 2035+ eine Stadt, in der Mobilität und Lebensqualität nun keine Gegensätze mehr darstellen, sondern sich vielmehr gegenseitig bereichern und ergänzen.

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